Systemische Aufstellungen

Was ist eine Systemische Aufstellung

Eine systemische Aufstellung ist eine Methode, die in der Psychotherapie und in der Beratung verwendet wird, um Beziehungsmuster und Dynamiken innerhalb einer Familie oder eines Teams zu untersuchen und Veränderungen herbeizuführen. Sie wurde von dem Psychotherapeuten und Familientherapeuten Bert Hellinger entwickelt und basiert auf der Annahme, dass Familien und Teams als soziale Systeme funktionieren und dass Veränderungen in einem Teil des Systems Auswirkungen auf das gesamte System haben können.

Bei einer systemischen Aufstellung werden die Beteiligten in der Regel in einem Raum zusammengebracht und es werden Repräsentanten für verschiedene Personen oder Konzepte ausgewählt, die in dem System eine Rolle spielen. Diese Repräsentanten stehen dann in einer bestimmten Anordnung im Raum und verkörpern die Beziehungen und Dynamiken innerhalb des Systems. Durch die Aufstellung werden Muster und Probleme sichtbar, die sich sonst nur schwer erkennen lassen, und es werden Lösungen entwickelt, um die Probleme zu lösen oder Veränderungen herbeizuführen.

Mögliche Themen

Einige Beispiele für Themen, die in einer systemischen Aufstellung bearbeitet werden können, sind:

  • Beziehungen (z.B. zwischen Partnern, Eltern und Kindern, Geschwistern, Kollegen etc.)
  • Familiensysteme (z.B. Rollen und Dynamiken innerhalb einer Familie)
  • Berufliche Themen (z.B. Karriere, Führung, Teamdynamik)
  • Persönliche Entwicklung und Selbstfindung
  • belastende Erlebnisse aus der Vergangenheit
  • Gesundheitsprobleme (z.B. chronische Schmerzen, Allergien)
  • finanzielle Schwierigkeiten
  • Kommunikationsprobleme
  • Entscheidungsfindung

Es gibt jedoch keine Grenzen für die Themen, die in einer systemischen Aufstellung bearbeitet werden können. Die Aufstellung kann auch dazu verwendet werden, um Lösungen für konkrete Probleme zu finden oder um tiefere Verständnisse von bestimmten Themen oder Dynamiken zu erlangen.

Ablauf

Der Ablauf einer systemischen Aufstellung kann je nach Anbieter und Schwerpunkt leicht variieren, aber im Allgemeinen folgt er einem ähnlichen Muster. Hier ist ein Beispiel für den Ablauf einer systemischen Aufstellung:

  1. Vorbereitung: Der Aufsteller oder Therapeut stellt zunächst einige Fragen, um das Thema oder Problem, das bearbeitet werden soll, besser zu verstehen. Es kann auch hilfreich sein, wenn der Klient vorab einige Gedanken zu dem Thema schriftlich festhält.

  2. Einstimmung: Der Aufsteller oder Therapeut führt den Klienten in eine entspannte Atmosphäre ein und erklärt die Grundprinzipien der Aufstellungsarbeit.

  3. Auswahl der Repräsentanten: Der Klient wählt einige Personen aus, die in der Aufstellung als Repräsentanten für bestimmte Rollen oder Aspekte innerhalb des Themas fungieren werden. Dies können Familienmitglieder, Freunde oder auch grundlegende Kräfte wie Liebe oder Angst sein.

  4. Aufstellen der Repräsentanten: Die Repräsentanten werden entsprechend ihrer Rolle oder ihres Aspekts in der Aufstellung positioniert. Der Aufsteller oder Therapeut leitet diesen Prozess und gibt gegebenenfalls Anweisungen oder Anregungen.

  5. Bearbeitung: Der Aufsteller oder Therapeut führt nun verschiedene Interventionen durch, um Veränderungen innerhalb der Aufstellung herbeizuführen. Dies kann durch Bewegungen, Veränderungen der Positionen der Repräsentanten oder durch gezielte Fragen geschehen.

  6. Abschluss: Der Aufsteller oder Therapeut fasst das Ergebnis der Aufstellung zusammen und gibt dem Klienten gegebenenfalls Handlungsempfehlungen mit auf den Weg.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Aufstellungsarbeit ein sehr sensibles und persönliches Thema ist und daher die Einhaltung von Vertraulichkeit und Respekt von größter Bedeutung ist.

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